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20.05.2022 Natur und Umwelt

Gegen über­flüs­si­ges Gais­bergren­nen

Bernhard Carl

GR Bernhard Carl: So schön die Oldtimer anzusehen sind – für Menschen, die sich den Sprit kaum noch leisten können, muss das Rennwochenende geradezu wie ein Hohn wirken

Kommende Woche, von 25. bis 28. Mai 2022, soll in der Salzburger Innenstadt und im Naherholungsgebiet Gaisberg wieder das Gaisbergrennen stattfinden. Die Oldtimer sind nicht nur für ausgewiesene Autofreunde schön anzusehen und ihre Technik faszinierend. In Zeiten des Klimawandels und der explodierenden Spritkostengibt es aber auch zahlreiche Bedenken gegen das Rennen.

 

„Seit Jahren bemühen wir uns darum, das Naherholungsgebiet am Gaisberg vom Verkehr zu entlasten und auch die Innenstadt leidet bekanntlich unter Stau, Lärm und Abgasen. Eine Veranstaltung wie das Gaisbergrennen, hat da nicht nur eine schlechte Vorbildwirkung, sondern sie widerspricht allem, wofür wir uns in den letzten Jahren gemeinsam eingesetzt haben“, gibt Gemeinderat Bernhard Carl zu bedenken. Er stellt klar: „Der Klimawandel ist auch bei uns in Salzburg immer deutlicher zu spüren. Die Innenstadt heizt sich im Sommer immer stärker auf, Wetterextreme nehmen von Jahr zu Jahr zu. Ein Rennwochenende wie das Gaisbergrennen samt Altstadtkriterium erscheint angesichts dessen besonders aus der Zeit gefallen – und zwar nicht, weil es sich dabei um Oldtimer handelt.“

 

Gemeinderat Carl gibt aber auch die aktuelle Sprit- und Energiepreis-Krise zu bedenken. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine sorgt bekanntlich auch in Salzburg für stetig steigende Energiekosten. „Immer mehr Menschen in unserer Stadt kommen durch die hohen Spritpreise in finanzielle Schwierigkeiten. Für sie muss es geradezu wie ein Hohn wirken, wenn beim Gaisbergrennen Sprit zum Spaß verbrannt wird.“

 

Bernhard Carl
Bernhard Carl

Gemeinderat, Stellvertretender Klubobmann

Telefon: 0662/8072-2015

bernhard.carl@stadt-salzburg.at; bernhard.carl@gruene.at
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