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10.02.2022 Kultur

Fair Pay für Kul­tur. Die Zeit ist reif!

Die Stadt Salzburg muss in das Fair Pay-Programm des Landes einsteigen. Kulturarbeit braucht gerechte Entlohnung.

Im heutigen Kulturausschuss wurde erstmals ein Fahrplan vorgelegt, wie Fair Pay auch für Kulturarbeit in der Stadt Salzburg aussehen kann. Dabei wird ein dreijähriger Stufenplan vorgeschlagen, nach dem auch die Stadt ihren Beitrag dazu leisten soll, endlich faire Bezahlung und faire Gehälter für freie Kunst und Kultur sicherzustellen.

Das Kulturressort von Heinrich Schellhorn im Land Salzburg hat im letzten Jahr einen Plan vorgelegt, wie die Finanzierung von Fair Pay umgesetzt werden kann und hat bereits für das laufende Jahr 2022 den ersten Finanzierungsschritt dazu gesetzt.

Dieser Plan hat österreichweit große Aufmerksamkeit gefunden, mittlerweile ist die Rede vom „Salzburger Modell“. Mit einem Jahr Verspätung – ab 2023 – ist nun auch die Stadt bereit, in dieses Programm einzusteigen.

 

 

Dieser Schritt ist ein kulturpolitischer Meilenstein. Seit fast 20 Jahren ist Fair Pay ein zentrales kulturpolitisches Thema. Jetzt scheint der Schulterschluss von Land, Bund und Stadt in Reichweite“, meint Markus Grüner-Musil, Kultursprecher der Bürgerliste/Die Grünen. „Wir hätten uns erwartet, dass die Stadt bereits im laufenden Jahr diesen Schritt macht, aber besser spät als nie.“

 

 

Der Fair-Pay Gap, also die Differenz von bestehenden Gehältern zu einer fairen Entlohnung, beträgt für die Einrichtungen in der Stadt 2,3 Mio. Euro. Der Anteil der Stadt daran beträgt 900.000 Euro, die weiteren 1,4 Mio. werden vom Land Salzburg und dem Bund finanziert.

Für 2023 wäre in der Stadt als erster Schritt eine Erhöhung von 200.000 Euro geplant, 2024 sind 300.000 Euro, und 2025 weitere 400.000 Euro notwendig, um die Summe von 900.000 Euro zu erreichen und damit Fair Pay endlich herzustellen.

 

 

Die heutige Diskussion hat gezeigt, dass eine breite Mehrheit möglich ist. Auch wenn die ÖVP noch Fragen zu Details eingebracht, und damit Klubberatungen beschlossen hat, gehe ich dennoch davon aus, dass auch sie diesen Meilenstein in der Kulturförderung nicht verhindern will. Das Land hat alle Grundlagen geschaffen, der Bund hat die Finanzierung zugesagt, da sollte auch die Stadt-ÖVP keine Hindernisse so kurz vor der Ziellinie aufbauen“, meint Grüner-Musil abschließend.

 

 

Markus Grüner-Musil

Gemeinderat, Kultursprecher

Telefon: 0662/8072-2015

markus.gruener-musil@stadt-salzburg.at; markus.gruener-musil@gruene.at
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