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17.05.2022 Natur und Umwelt

Fia­ker sind ein­fach nicht mehr zeit­ge­mäß

Fiaker

GR Bernhard Carl: Pferde vor den Karren zu spannen um Tourist*innen durch die aufgeheizte und zugestaute Innenstadt zu kutschieren, ist eine überkommene Tradition. Wir fordern den Bürgermeister daher auf, die 2023 auslaufenden Fiaker-Verträge nicht mehr zu verlängern.

Schluss damit: Wenn es nach der Bürgerliste/DIE GRÜNEN geht, sollte die Stadt die 2023 auslaufenden Verträge mit den Salzburger Fiakern nicht mehr verlängern. „Es ist nicht mehr zeitgemäß, Tourist*innen im Sommer durch die verkehrsgeplagte Innenstadt zu kutschieren. Dieser Stress und diese Belastung sind den Tieren einfach nicht mehr zumutbar“, stellt Gemeinderat Bernhard Carl klar. Der Tierschutz-Sprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN setzt sich bereits seit Jahren für das Wohl der Fiaker-Pferde ein. Echte Verbesserungen sind bis heute an der Untätigkeit von Bürgermeister Preuner (ÖVP) gescheitert. Carl stellt nun klar: „Zum Schutz der Tiere muss diese überkommene Tradition nun ein Ende haben.“

 

 

Auf Fiaker verzichten? Diskussion nimmt nun auch bundesweit Fahrt auf

Während in Salzburg schon länger über die Frage diskutiert wird, ob Fiaker in der Innenstadt noch zeitgemäß sind, kommt nun auch bundesweit eine Diskussion darüber in Gang. Nicht zuletzt der gestrige Vorstoß von Tierschutz-Minister Johannes Rauch zeigt, wie groß der Diskussionsbedarf in ganz Österreich ist. Rauch hat klargestellt, dass auch er Pferdekutschen in den Innenstädten für nicht mehr zeitgemäß hält und dass eine Österreich-weite Debatte darüber sehr zu begrüßen ist. Der Tierschutzminister spricht damit vielen Menschen – auch in Salzburg – aus der Seele.

 

Bürgerlisten-Gemeinderat Bernhard Carl gibt außerdem zu bedenken, dass es längst gute Alternativen zum klassischen Fiaker gibt, die nicht darauf setzen, dass die Tiere extremen Wetter- und Verkehrssituationen ausgesetzt werden müssen: „Aus einem falschen Traditionsbewusstsein heraus wurde bei uns in Salzburg bisher viel zu wenig über zeitgemäße Alternativen zur Pferdekutsche nachgedacht“, stellt GR Carl klar.

 

 

 

Hitzefrei ab 30 Grad: Einstimmiger Gemeinderatsbeschluss ist noch immer nicht umgesetzt

Am 12. Dezember 2020 hat der Salzburger Gemeinderat auf Antrag der Bürgerliste als Kompromiss einstimmig beschlossen, dass Fiaker-Pferden in der Stadt ab einer Temperatur von 30 Grad (gemessen am Residenzplatz) hitzefrei zu geben ist. Bis heute ist dieser Beschluss jedoch nicht umgesetzt.

Die derzeit gültigen Verträge zwischen der Stadt und den Fiakern laufen mit April 2023 aus. Spätestens dann böte sich der Stadt eine gute Gelegenheit, die vereinbarte Regelung zu Hitzefrei ab 30 Grad vertraglich einzufordern. Bürgermeister Preuner hat aber auch dazu bereits abgewunken und nennt – sehr zum Unverständnis von GR Bernhard Carl – als Begründung das Tierschutzgesetz: „Dass die Fiaker keine Freude mit Hitzefrei ab 30 Grad haben, ist noch einigermaßen verständlich – dass Bürgermeister Preuner sich bis heute weigert, diesen einstimmigen Beschluss endlich umzusetzen, hingegen nicht. Das Tierschutzgesetz kann ihn jedenfalls nicht daran hindern, privatrechtlich strengere Regeln im Sinne des Tierwohls zu vereinbaren.“

 

 

Verträge nicht mehr verlängern: Bürgerliste fordert klare Lösung im Sinne des Tierwohls

Für den Tierschutz-Sprecher der Bürgerliste/DIE GRÜNEN steht daher fest: „Im Sinne des Tierwohls ist ein Aus für die Fiaker die einzig ehrliche Lösung. Verschiedene Kompromiss-Vorschläge sind allesamt gescheitert – sei es am Unwillen der Fiaker oder an der Untätigkeit des Bürgermeisters. Daher ist es jetzt an der Zeit, endlich einen klaren Schnitt zu machen. Wir fordern Bürgermeister Harald Preuner auf, die 2023 auslaufenden Verträge mit den Fiakern dann nicht mehr zu verlängern.“

 

Bernhard Carl
Bernhard Carl

Gemeinderat, Stellvertretender Klubobmann

Telefon: 0662/8072-2015

bernhard.carl@stadt-salzburg.at; bernhard.carl@gruene.at
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