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13.09.2022 Natur und Umwelt

Gais­berg: Erste zag­haf­te Schrit­te der Ver­kehrs­be­ru­hi­gung

Bürgerliste begrüßt ersten Schritt zur Verkehrsberuhigung, wünscht sich anstatt intransparenter Sperrzeiten jedoch eine klare zeitliche Regelung. Der Gaisbergspitz sollte schon längst nur für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen reserviert sein.

Bürgermeister Preuner und Gaisberg-Koordinator Florian Kreibich, beide ÖVP haben heute via Presseaussendung Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung der Gaisbergspitze präsentiert. Geplant ist, dass bei drohender Überlastung am Gipfel im Bereich der Zistel mehrere Klapptafeln aktiviert werden, welche PKW-Nutzer*innen frühzeitig von einer Auffahrt abhalten sollen.

 

Gemeinderat Lukas Bernitz ist grundsätzlich erfreut, dass die jahrelange Forderung der Bürgerliste/DIE GRÜNEN nach Verkehrsberuhigungsmaßnahmen endlich aufgegriffen wird. „Das regelmäßige Verkehrschaos am Gaisberg ist seit Jahren eine brach liegende Baustelle, auf der sich nun offenbar etwas rührt. Ob die geplanten Maßnahmen eine Verbesserung zur bisherigen Regelung darstellen, wird sich erst herausstellen.“ Für den Verkehrssprecher der Bürgerliste sind noch viele Fragen offen. So ist unklar, zu welchem Zeitpunkt die Sperren in Kraft treten sollen und wer dafür zuständig ist. „Es wurde ja bisher auch schon bedarfsorientiert von der Polizei abgesperrt. Das hat aber in der Regel nicht funktioniert, weil die Sperre zu spät erfolgt ist.“ Bernitz bemängelt, dass auch die geplanten Klapptafeln wohl nur manuell von der Polizei betätigt werden können und bezweifelt, ob diese ihrer Aufgabe konsequent und vor allem zeitgerecht nachkommen kann. „Eine Sperre muss vor der Blechlawine erfolgen, nicht erst danach, so wie es bisher meist der Fall war“, stellt Bernitz klar. Und mit Blick auf die ständig wachsende Anzahl an Wander*innen und Radfahrer*innen: „Für mich ist der Gaisberggipfel reif für eine ganzjährige Befreiung vom PKW-Verkehr. Das sollte unser gemeinsames Ziel sein, Schritt für Schritt.“

 

Bernitz vermisst in den Ankündigungen auch fehlende Verbesserungen beim beliebten Gaisbergbus. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN machen sich hier seit Jahren für eine deutliche Taktverdichtung stark. Bisher können Gaisberggäste nur alle 90 Minuten bzw. an Schönwetterwochenenden alle 45 Minuten mit dem Bus anreisen. Ein dichterer Fahrplan würde sicher auch häufiger genutzt werden. „Mit einem deutlich besseren Bustakt und entsprechenden Parkmöglichkeiten im Tal ist ein autofreier Gaisberg keine Illusion – natürlich mit Ausnahmeregelungen. Unser Ziel sollte generell sein, Ausflügler*innen autofrei auf den Hausberg zu bringen und dafür sind deutlich größere Anstrengungen wie etwa ein besserer Bustakt notwendig. Es ist aber gut, dass jetzt einmal Bewegung reinkommt“, so Bernitz abschließend.

 

Lukas Bernitz
Lukas Bernitz

Gemeinderat, Verkehrssprecher

[email protected]; [email protected]
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