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25.03.2022 Soziales

Pfle­ge­kri­se kön­nen wir nur ge­mein­sam stop­pen!

Anna Schiester

GRin Anna Schiester: „Das Schließen eines städtischen Seniorenwohnhauses kann nur eine akute Notmaßnahme sein. Dieses Alarmsignal müssen wir sehr ernst nehmen und rasch auf allen politischen Ebenen die Anstrengungen verstärken, um das Pflegesystem auf gesunde Beine zu stellen!“

Die Nachricht, dass das städtische Seniorenwohnhaus Bolaring aufgrund der kritischen Personalsituation gesperrt wird, hat gestern aufhorchen lassen. „Während unsere Bevölkerung immer älter wird und immer mehr pflegende Versorgung notwendig ist, sehen wir uns immer stärker mit einem akuten Pflegekräftemangel konfrontiert. Der Beruf ist herausfordernd und bringt die Mitarbeiter*innen regelmäßig an ihre Belastungsgrenzen. Die Pandemie hat die Lage zusätzlich verschärft“, sagt die Bürgerlisten-Sozialsprecherin GRin Anna Schiester. „Das Schließen eines städtischen Seniorenheims kann nur eine Notfallmaßnahme sein. Dieses Alarmsignal müssen wir sehr ernst nehmen: Wir müssen jetzt rasch auf allen politischen Ebenen die Anstrengungen verstärken, damit die Pflegekrise nicht noch dramatischere Ausmaße annimmt“, sagt die Bürgerlisten-Sozialsprecherin GRin Anna Schiester.

 

Zeitgemäßes Pflege-Gehaltsschema in der Stadt rasch umsetzen

In der Stadt sind in der Vergangenheit bereits viele Maßnahmen gesetzt worden, um die Rahmenbedingungen in der Pflege zu verbessern. Als Beispiel führt Schiester den neuen Aufnahmemodus oder die Entwicklung von modernen Ausbildungsmodellen an. Was die Entlohnung angeht, sieht die Gemeinderätin noch Spielräume: Private Träger haben bereits die 37-Stunden-Woche eingeführt, da müsse die Stadt nachziehen. „Das Gehaltsschema der Stadt bildet Pflegeberufe nicht ausreichend ab. Ich sehe den Bürgermeister als Personalverantwortlichen in der Pflicht, hier rasch tätig zu werden und im Rahmen der Gehaltsreform ein modernes Gehaltsschema, das im Entwurf bereits seit Jahren vorliegt, auf den Weg zu bringen. Das Geld dafür hat das Land bereits zur Verfügung gestellt“, so Schiester.

 

 

Bezahlung rauf, Belastung runter

Salzburg braucht schon jetzt bis 2025 mehr als 3000 zusätzliche Pflegekräfte. Unser Ziel muss sein, die Rahmenbedingungen für das Pflegepersonal nachhaltig so zu verbessern, um auch in Zukunft ein würdevolles Altern zuhause und im Seniorenwohnhaus zu ermöglichen. Mehr Pflegepersonal bekommen wir nur, wenn die Entlohnung rauf und die Belastung runter geht. „Nur wenn wir es schaffen, den Beruf wieder attraktiv zu machen, werden sich auch in Zukunft Menschen für diesen Beruf entscheiden. Nur so können wir den Pflegemangel wirkungsvoll bekämpfen“, so Schiester. Der Maßnahmenkatalog der Sozialträger enthält dafür viele gute Ansätze, die nun in der Pflegeplattform diskutiert und auf den Weg gebracht werden müssen.

 

Anna Schiester
Anna Schiester

Gemeinderätin, Sozialsprecherin, Vorsitzende des Sozialausschusses

Telefon: 0662/8072-2015

anna.schiester@stadt-salzburg.at; anna.schiester@gruene.at
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