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21.07.2022 Soziales

Bür­ger­lis­te for­dert „­Salz­burg hilft“-Fonds

Anna Schiester

Sozialsprecherin GRin Schiester: „Salzburg muss rasch und unkompliziert helfen. Sozialfonds in der Höhe von mindestens 150.000 Euro zu Unterstützung von Menschen in Notlagen muss endlich umgesetzt werden!“

Mit 8,7 Prozent ist die Inflation auf dem höchsten Stand seit 1975. Besonders spürbar ist der Preisanstieg beim wöchentlichen Einkauf. Eine Vervielfachung der Energiekosten strapaziert immer mehr Haushalte. Der Ausblick auf den Herbst mit weiter steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten bereitet immer mehr Bewohner*innen in der ohnehin bekannt teuren Stadt große Sorgen. Die Bürgerliste/die Grünen in der Stadt fordern daher erneut die rasche Einrichtung eines „Salzburg hilft“-Fonds, um unbürokratisch, niederschwellig und schnell jenen zu helfen, die es dringend brauchen.

 

„Bund und Land haben erste Anti-Teuerungs-Pakete auf den Weg gebracht. Von der Stadt kamen bisher kaum Signale in diese Richtung“, kritisiert Sozialausschuss-Vorsitzende GRin Anna Schiester. Auch sei der Corona-Härtefallfonds eingestellt worden. Sie drängt daher erneut auf einen Sozialfonds zur Unterstützung von Salzburger*innen in Notlagen, der nach Grazer Vorbild dauerhaft eingerichtet werden soll. Seit April drängt die Bürgerliste auf einen derartigen Fonds. Geht es nach der Bürgerliste, sollen dafür noch heuer mindestens 150.000 Euro bereitgestellt werden.

 

Vorbild für Salzburg: „Graz hilft“-Sozialfonds

Der Sozialfonds „Graz hilft” ist eine freiwillige Leistung der Stadt ohne Rechtsanspruch und umfasst fast 300.000 Euro pro Jahr. Eingeführt wurde er 2020 mit dem Ziel, Menschen in Notsituationen rasch zu unterstützen. Ansuchen können Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr, die seit wenigstens 12 Monaten in der Stadt leben und zumindest über ein geringes Einkommen verfügen. Für die Inanspruchnahme gelten bestimmte Voraussetzungen, u.a. Hauptwohnsitz und eine nachgewiesene Notlage. Die Unterstützung ist nicht an die Stadt zurückzuzahlen und Hilfe kann einmal im Jahr gewährt werden.

 

Unkompliziert und rasch entlasten – das muss die Devise sein!

„Angesichts der aktuellen Teuerungen wäre dies eine unkomplizierte Entlastung auch für die Salzburger*innen“, betont Schiester. „Wenn immer mehr Menschen in unserer Stadt nicht mehr wissen, wie sie die Rechnungen noch bezahlen sollen, dann müssen wir helfen. Das Geld in der Stadt ist da. Ob der Fonds aus dem allgemeinen Budget, aus der Dividende der Salzburg AG oder über eine 10-prozentige Kürzung der Fraktionsgelder finanziert wird, wir sind für alles offen! Wichtig ist, dass jetzt gehandelt wird, bevor die Notlagen eskalieren“, so die Gemeinderätin abschließend.

Anna Schiester
Anna Schiester

Salzburger Stadträtin für Bau

Telefon: 0662/8072-2010

[email protected]; [email protected]
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