Skip to main content
05.05.2022 Natur und Umwelt

S-LINK: Bürger*innen in­for­mie­ren!

Martina Berthold

Die Planungsfortschritte beim Projekt S-LINK müssen mit einer sensiblen Infokampagne einhergehen, um die Bevölkerung ins Boot zu holen. Der Zug darf nicht ohne die Bürger*innen abfahren. Fachlich unnötig ist dagegen der Ausbau der Mönchsberggarage.

Am gestrigen Tag wurden Details zur geplanten Trassenführung des S-LINK bis zur Akademiestraße bekannt. Ende 2023 soll mit den Bauarbeiten zur Lokalbahnverlängerung durch die Stadt begonnen werden, also bereits in 1,5 Jahren. Angesichts dieser kurzen Zeitspanne war es in den vergangenen Monaten sehr still um das angebliche Jahrhundertprojekt S-LINK. Für Bürgerlisten-Verkehrssprecher Lukas Bernitz zu still. Er ortet eine zunehmende Verunsicherung und Desinformation in weiten Teilen der Bevölkerung und sieht die Politik gefordert. Parallel zu den laufenden Planungen ist eine begleitende und überzeugende Werbe- und Informationskampagne erforderlich: „Für ein Jahrhundertprojekt braucht es entsprechende Überzeugungsarbeit, damit der Zug am Ende nicht ohne die Menschen abfährt. Wir brauchen bei den Öffis einen massiven Schub. Uns muss aber klar sein, dass es nicht billig wird, die Versäumnisse der Vergangenheit auszubessern. Davon gilt es die Bürger*innen zu überzeugen.“

 

Bernitz sieht alle politischen Kräfte gefordert, sich intensiv mit dem Vorhaben auseinanderzusetzen und zur positiven Meinungsbildung beizutragen. Dass der Geschäftsführer der Planungsgesellschaft Stefan Knittel kürzlich erstmals die Stadtfraktionen im Planungsausschuss über das Projekt informierte, ging auf Bernitz‘ Initiative zurück. „Der offensichtliche Informationsmangel innerhalb des Gemeinderats ist bedenklich. Die Schnittstelle der Planungsgesellschaft zur Stadtpolitik muss dringend verbessert werden. Nur mit Transparenz kann Vertrauen aufgebaut werden“, so Bernitz.

 

 

Stadträtin Martina Berthold fordert Neuverteilung des Straßenraums

Für Umwelt- und Baustadträtin Martina Berthold ist klar: Das Jahrhundertprojekt S-LINK muss unbedingt einhergehen mit einer generellen Neuverteilung unseres Straßenraums in Salzburg. „Es muss in Zukunft mehr Platz sein fürs Gehen und Rad fahren und natürlich auch für die so wichtigen Grünflächen. Derzeit laufen bereits konkrete Planungen für den S-LINK Streckenabschnitt zum Schloss Mirabell – aus unserer Sicht muss daher genau jetzt auch mit den Planungen zur Neuverteilung des Straßenraums vom Bahnhof bis hin zum Schloss begonnen werden. Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN werden jedenfalls darauf drängen.“

 

 

Öffi-Ausbau macht Mönchsberggarage noch überflüssiger

Landesrat Schnöll bezeichnet den S-LINK als fachliche Notwendigkeit. Eine schienengebundene Durchbindung durch die Stadt würde zehntausende PKW-Fahrten pro Tag vermeiden. Dass Stadt und Land angesichts dessen weiter an den Plänen zum Ausbau der Mönchsberggarage festhalten, passt so gar nicht in diese fachliche Ausrichtig. „Der S-LINK hat den Zweck, mehr Menschen vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr zu bringen. Wer hier von einer fachlichen Notwendigkeit spricht, aber gleichzeitig den Bau einer neuen Zentrumsgarage unterstützt, sägt an der eigenen Glaubwürdigkeit“, so Bernitz. Die ÖVP müsse ihr Festhalten am zeitvergessenen Garagenausbau endgültig beenden. Dafür wäre jetzt der letztmögliche Zeitpunkt.

 

Stadträtin Martina Berthold
Martina Berthold

Stadträtin für Umwelt und Bau

Telefon: 0662/8072-2010

[email protected]; [email protected]
Beitrag teilen
1
2
3
4
5
6
7
8