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    Barrierefreiheit
14.04.2026 Frauen

Bürgerliste fordert Damensaunatag im Paracelsusbad

Dzana Schütter

Nach den bekannt gewordenen Fällen von Belästigung im Saunabereich des Paracelsusbad Salzburg begrüßt die Bürgerliste grundsätzlich, dass Maßnahmen gesetzt wurden. Doch was als „Damen-Saunaangebot“ präsentiert wird, hält einer genaueren Betrachtung nicht stand.

Denn aktuell steht Frauen lediglich eine einzige Saunakabine zur Verfügung – und das auch nur an zwei Tagen pro Woche. Der Zugang dorthin erfolgt weiterhin durch gemischt genutzte Bereiche wie Eingänge, Flure und Duschen. Ein tatsächlich geschützter Raum, in dem sich Frauen unbeobachtet und sicher fühlen können, ist damit nicht gegeben.

„Eine einzelne Kabine ohne geschützten Zugang ist kein Safe Space – das ist ein Feigenblatt“, stellt Gemeinderätin Džana Schütter klar.

Gerade nach Vorfällen von Belästigung braucht es mehr als symbolische Maßnahmen. Frauen müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Sicherheit ernst genommen wird – und zwar spürbar.

Dass es auch anders geht, zeigen vergleichbare Thermen in der Region:

  • In der Rupertus Therme ist eine Saunakabine durchgehend exklusiv für Frauen reserviert.
  • In der Watzmann Therme gibt es einen gesamten Saunatag nur für Frauen.
  • Die Alpentherme Gastein bietet sogar einen eigenen, dauerhaft getrennten Saunabereich für Frauen.

Diese Beispiele zeigen deutlich: Echte Lösungen sind möglich – auch im laufenden Betrieb.

Die Bürgerliste fordert daher eine klare und wirksame Verbesserung des Angebots im Paracelsusbad:

  • Ein fixer wöchentlicher Damensaunatag, an dem der gesamte Saunabereich ausschließlich Frauen vorbehalten ist,
  • transparente und aktive Kommunikation, damit Frauen dieses Angebot auch tatsächlich nutzen können,
  • zusätzliche Schutzmaßnahmen („Awareness Konzepte“), etwa klare Regeln zur Handynutzung sowie die verpflichtende Ausgabe von Kamera-Abdeckungen (z. B. „Sticker“) direkt im Bad, die vor Ort angebracht werden müssen, um unerlaubtes Filmen oder Fotografieren wirksam zu unterbinden und den Schutz der Privatsphäre sicherzustellen.

Die bisherigen Maßnahmen wie Notfallknöpfe, verstärkte Kontrollen oder Hausverbote sind wichtig, reichen aber nicht aus. Sie ersetzen keinen geschützten Raum.

„Frauen brauchen keine halben Lösungen. Wer Sicherheit verspricht, muss auch den Mut haben, echte Schutzräume zu schaffen“, so Schütter.

Die Bürgerliste betont, dass eine dauerhafte Geschlechtertrennung keine langfristige gesellschaftliche Lösung darstellt. Ein klar definierter Safe Space an einzelnen Tagen ist jedoch eine notwendige und sofort umsetzbare Maßnahme, um auf die aktuelle Situation zu reagieren.

Dzana Schütter
Džana Schütter

Gemeinderätin, Sozialsprecherin

Telefon: 0662/8072-2015

[email protected]
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