Fiakerfahrten endlich abschaffen
KO Ingeborg Haller: Andere Städte in Europa setzen längst auf moderne Lösungen – mit mindestens genauso viel Stil. Was die Salzburger Fiaker brauchen, sind keine neuen, vom Land verordneten Höchsttarife, sondern endlich eine moderne Lösung im Sinne der Pferde!
Das Land Salzburg kümmert sich endlich um die Fiaker. Anders, als man meinen würde, geht es dabei aber nicht um den längst überfälligen Schutz der Tiere, sondern viel mehr darum, Kund:innen vor „überteuerten“ Preisen zu „schützen“. „Wie retro kann man eigentlich sein?“, fragt sich dazu Bürgerlisten-Klubobfrau Ingeborg Haller. Der Vorstoß des Landes ist für sie nichts anderes als eine glatte Themenverfehlung: „Im Sinne des Tierschutzes braucht es keine Höchsttarife, sondern eine vernünftige Hitzeschutz-Regelung – wenn man sich schon nicht dazu durchringen kann, endlich ganz auf diese zweifelhafte Tradition zu verzichten.“
Wie es auch gehen kann, zeigt ein Blick nach Brüssel: Dort sind längst E-Fiaker unterwegs, die Tourist:innen mindestens ebenso stilvoll durch die Stadt kutschieren und gleichzeitig ganz ohne eingespannte Tiere auskommen. „Machen wir’s doch endlich wie Brüssel und steigen auf E-Kutschen um – ganz ohne Verkehrsstress und Hitzebelastung für die Tiere“, so Haller.
KO Ingeborg Haller erinnert außerdem daran, dass die Bürgerliste im Rahmen der Budgetverhandlungen 2024 bereits einmal eine Umstiegs-Hilfe für Fiaker-Unternehmer:innen, die auf E-Kutschen umsteigen wollen, vorgeschlagen hat. Wie das Beispiel aus Brüssel und anderen europäischen Städten zeigt, haben diese Konzepte wesentlich mehr Zukunft, als das überkommene Einspannen von Pferden.