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30.01.2026 Kontrollamt

Kritik der Bürgerliste am Kauf des Messebetriebs RX

Ingeborg Haller

KO Ingeborg Haller: „Der heute veröffentlichte Prüfbericht des Stadtrechnungshofes zum Kauf des Messebetriebs der RX Messe GmbH zeigt einmal mehr, dass die Kritik der Bürgerliste, die gegen den Ankauf war, berechtigt war. Es wird sich am Ende des Tages zeigen, ob der Deal mit RX Global, der über Betreiben vom ehemaligen Bürgermeister Preuner und Altlandeshauptmann Haslauer im Eiltempo durchgezogen wurde, tatsächlich ein gutes Geschäft war.“

 

Zur Erinnerung:

Bereits im Oktober 2023 hat der Messebetreiber RX Global (vormals Reed Messe) mitgeteilt, sich aus dem österreichischen Markt zurückziehen zu wollen, weil sich die Erwartungen, der Markt werde sich in den Jahren 2022 und 2023 deutlich erholen, nicht erfüllt haben. Daraufhin sind Stadt, Land und die Wirtschaftskammer in den Messering einstiegen und haben Interesse am Kauf gezeigt.

 

Altbürgermeister Bürgermeister Preuner und Altlandeshauptmann Haslauer, beide ÖVP haben das Geschäft noch im Frühjahr 2024 durchgezogen. Eine Mehrheit hat den Kauf genehmigt. Im damaligen Amtsbericht wurde darauf verwiesen, dass durch den Ankauf der Gesellschaft bzw. der damit verbundenen lukrativen Leitmessen wie „Alles für den Gast“ und „Hohe Jagd“ endlich der Durchbruch geschafft werde und das Messezentrum in Zukunft neben einem operativ positiven Ergebnis auch endlich den Schuldenberg von rund 33 Millionen Euro (Altlasten aus dem Ankauf der Salzburg Arena) aus eigener Kraft zurückzahlen werde können. Es wurde jedoch nicht einmal im Ansatz nachvollziehbar dargestellt, wie ein solches wirtschaftliches Ergebnis in Zukunft erzielt werden soll.

 

Es ist schon bemerkenswert, dass bei einem derartigen Millionendeal offenbar notwendige Gesellschafterbeschlüsse fehlten und die Unternehmensbewertung nicht den Standards entsprach“, so die erste Reaktion von Ingeborg Haller, KO der Bürgerliste, die den Ankauf bereits damals öffentlich kritisiert hat. „Immerhin haben Stadt, Land und die Wirtschaftskammer Millionen an Euro aufgebracht, um diesen Ankauf zu finanzieren. Dies obwohl das Messezentrum noch immer auf einem riesigen Schuldenberg sitzt, der aus dem Bau der Salzburg Arena resultiert“ so Ingeborg Haller, KO der Bürgerliste/Die Grünen, weiter.

Auch wenn sich der Messebetrieb in den letzten Jahren positiv entwickelt hat, ist das Messezentrum ein Zuschussbetrieb und wird es wohl auch in Zukunft bleiben“, stellt Haller klar. Denn das Unternehmen ist weder in der Lage, die notwendige Investitionen aus eigenem zu tätigen, geschweige denn die Verbindlichkeiten zu tilgen. Sie weist in diesem Zusammenhang abschließend auch auf den aktuellen Bericht des Bundesrechnungshofes zur Landeshauptstadt Salzburg (Reihe SALZBURG 2025/2 ) vom April 2025 hin (GZ2025-0.243.172(005.123), der sich im Rahmen des Beteiligungsmanagement auf der Seite 80 f auch kritisch zur Messezentrum Salzburg GmbH geäußert hat