Unterstützung der Initiative für die Michael-Pacher-Straße
Wer durch das ehemalige Landesamtsgebäude in der Michael-Pacher-Straße geht, merkt schnell: Dieses Haus ist mehr als ein gewöhnlicher Zweckbau. Es hat Charakter, architektonische Qualität und erzählt ein Stück Salzburger Baugeschichte. Vor allem aber steckt darin großes Potenzial für die Zukunft – auch für dringend benötigten Wohnraum.
„Ich freue mich sehr, dass sich engagierte Bauschaffende zusammengetan haben und konkrete Ideen für den Erhalt dieses Gebäudes vorlegen. Genau solche Initiativen brauchen wir: fachlich fundiert, engagiert und mit einer Vision, was aus Bestehendem noch entstehen kann“, sagt Planungsstadträtin Anna Schiester. Für Schiester geht die Debatte weit über eine einzelne Liegenschaft hinaus. „Salzburg braucht leistbare Wohnungen. Dafür werden wir nicht eine Lösung haben, sondern brauchen unterschiedliche Strategien. Neben Neubauten spielen die Weiterentwicklung bestehender Gebäude, Nachverdichtung und die Umnutzung bereits versiegelter Flächen eine Schlüsselrolle. Gerade in der Michael-Pacher-Straße können Klimaschutz und leistbares Wohnen zusammenkommen.“
„In diesem Haus stecken bereits enorme Mengen an Energie, Material und öffentlichen Investitionen. Wenn es gelingt, den Bestand zu erhalten, weiterzuentwickeln und für Wohnen sowie andere Nutzungen im Stadtteil zu öffnen, dann gehen aktiver Klimaschutz und Stadtentwicklung Hand in Hand“, so Anna Schiester. Ein Abriss dürfe deshalb nicht vorschnell als einfachste Lösung gesehen werden. „Die nachhaltigste Fläche ist jene, die bereits gebaut ist. Erhalten, sanieren und weiterentwickeln kann ökologisch, wirtschaftlich und städtebaulich die bessere Antwort sein – und gleichzeitig neuen Raum für leistbares Wohnen schaffen. Wenn wir unsere Klimaziele ernst nehmen und gleichzeitig Wohnraum schaffen wollen, dann müssen wir genau bei solchen Gebäuden zeigen, wie zukunftsorientierte Stadtentwicklung aussehen kann“, so die Stadträtin und Bürgerlisten-Chefin abschließend.