Zu wenig Frauen in Führungspositionen
KO Ingeborg Haller: „Der aktuelle Beteiligungsbericht der Stadt Salzburg spricht eine klare Sprache: Frauen in Spitzenpositionen sind die Ausnahme. Weder in den Vorstandsetagen noch im Aufsichtsrat sind Frauen ausreichend vertreten. Wir treten seit Jahren auf der Stelle. Es braucht endlich wirksame Maßnahmen zur Frauenförderung.“
Die Stadt Salzburg ist in unterschiedlichen Beteiligungsquoten an 14 Kapitalgesellschaften direkt beteiligt. Dazu gehören so wichtige Gesellschaften, wie die Salzburg AG, die GSWB, die Salzburger Parkgaragengesellschaft, die Messe, der Salzburger Flughafen, der Zoo, die SIG und die TSG usw..
Im aktuellen Beteiligungsbericht für das Jahr 2025, der am kommenden Montag im Senat und am Mittwoch im Gemeinderat diskutiert und beschlossen wird, ist die Vertretung von Frauen auf der Vorstandsebene und Geschäftsführungsebene sowie im Aufsichtsrat der städtischen Beteiligungen und Betriebe klar abgebildet. In einem eigenen Kapitel (Seiten 11-12) werden die Männer- und die Frauenquote sowohl auf der Geschäftsführungs- und Vorstandsebene als auch auf Aufsichtsrats- und Beiratsebene dargestellt. „Die Frauenquote in Spitzenpositionen betrug im Jahr 2025 14,2 Prozent (!). Nur drei Gesellschaften, nämlich der Salzburger Flughafen, der Zoo und die städtische TSG wurden bzw. werden von Frauen geführt, Tendenz sinkend. Das ist viel zu wenig.“ stellt Ingeborg Haller, KO der Bürgerliste/ Die Grünen bei Durchsicht des Beteiligungsberichtes fest.
„Auch im Aufsichtsrat der Gesellschaften ist die Frauenquote noch längst nicht ausgewogen“, führt Haller weiter aus. „Ein Verhältnis von ca. 70 Prozent zu 30 Prozent zu Gunsten der Männer ist keine Gleichstellung. Auch hier braucht es Maßnahmen, um den Frauenanteil zu erhöhen“, ist Haller überzeugt.
Die ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern in Führungs- und Entscheidungspositionen in allen Gesellschaftsbereichen – neben Politik, Wirtschaft, Wissenschaft – ist ein unabdingbares Ziel im Bereich der Geschlechtergleichstellung. Immer mehr Frauen sind besser ausgebildet als je zuvor. Trotzdem sind sie in den Spitzen- und Entscheidungspositionen – wie die aktuellen Zahlen im Beteiligungsbericht der Stadt Salzburg anschaulich belegen- weit weniger vertreten als Männer.
„Wir haben uns auch in dem aktuellen Arbeitsübereinkommen dazu bekannt den Anteil der Frauen in Führungspositionen und den Frauenanteil in Aufsichtsräten zu erhöhen“, verweist Haller auf das von einer Mehrheit im Gemeinderat unterschriebene Dokument, in dem sich die Stadt im Kapitel 14.16 dazu bekennt, die Förderung von Frauen in der Stadtverwaltung zu einen Schwerpunkt zu machen. „Um den Frauenanteil nicht nur bei den Führungspositionen in der städtischen Verwaltung, sondern auch in den Unternehmen, an denen die Stadt beteiligt ist, zu erhöhen, braucht es konkrete und wirksame Maßnahmen. Lippenbekenntnisse alleine reichen nicht aus, wie die Zahlen im aktuellen Beteiligungsbericht eindeutig belegen“, so Haller abschließend.