Vier autofreie Tage am Gaisberg sind zu wenig
GR Lukas Bernitz: Der gestrige autofreie Tag war eine Wohltat für Mensch und Natur am Gaisberg, auch wenn die Ausführung erneut lückenhaft war. Ziel muss es sein, die Ausnahme zur Regel zu machen und den Gaisberg dauerhaft vom Autoverkehr zu befreien.
Der gestrige autofreie Tag am Gaisberg hat gezeigt, wie viel Potenzial in einer Verkehrsberuhigung steckt. Bei herrlichem Wetter erklommen hunderte Ausflügler:innen den Salzburger Hausberg – wandernd, mit dem Rad oder mit dem Gaisbergbus, der im 20-Minuten-Takt eine ideale Alternative zum Auto darstellt.
Bürgerlisten-Verkehrssprecher Lukas Bernitz wählte diesmal den Gaisbergbus, um sich vor Ort ein Bild zu machen und zieht ein grundsätzlich positives Fazit: „Der autofreie Tag war eine Wohltat für Mensch und Natur und hat gezeigt, wie attraktiv der Gaisberg ohne Autoverkehr sein kann. Auch die Gastwirtschaft am Gipfel war bestens besucht.“
Gerade deshalb sieht Bernitz dringenden Handlungsbedarf: „Man fragt sich wirklich, warum so eine gute Stimmung nur eine Ausnahme sein darf. Vier autofreie Tage im Jahr sind schlicht zu wenig. Wer einmal erlebt hat, wie gut ein nahezu autofreier Gaisberg funktioniert, der weiß, dass es mehr davon braucht – und zwar deutlich häufiger bis hin zu einer ganzjährigen Lösung.“
Kritisch sieht Bernitz die erneut lückenhafte Umsetzung des autofreien Tags: „Gänzlich autofrei war’s leider auch diesmal nicht. Die Auffahrt von Vorderfager war mit dem Auto zum Teil offen. Da muss man sich die Frage stellen, warum das nicht besser gelingt.“
Seine Kritik richtet Bernitz dabei klar an den zuständigen Vizebürgermeister und Gaisbergkoordinator Florian Kreibich: „Die Schritte, die seit Jahren am Gaisberg gesetzt werden, sind einfach zu zaghaft. Einzelne autofreie Tage, die noch dazu unsauber durchgeführt werden, sind Augenauswischerei. Eine echte Verkehrsberuhigung kann nur mit einem dauerhaft autofreien Gipfelplateau gelingen“, erneuert der Gemeinderat die jahrelange Forderung der Bürgerliste, die sich auch im aktuellen Arbeitsübereinkommen der Stadtregierung findet.
Für Bernitz ist klar, dass es nicht an Alternativen mangelt: „Der Gaisbergbus funktioniert sehr gut und wird umso besser angenommen, umso häufiger er fährt. Das bestätigen die Fahrgastzahlen. Viele Menschen steigen bereits um. Genau daran muss man anknüpfen – mit klaren Regeln für den Autoverkehr und nicht mit halbherzigen Lösungen“, so Lukas Bernitz abschließend.