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10.09.2026 Kultur

Finanzierung für Kultur in Salzburg gesichert

Anna Schiester

Die Bürgerliste/Die Grünen ist mit dem Ergebnis zu den mittelfristigen Kulturförderungen zufrieden. Neue Vereinbarungen werden bis inkl. 2029 abgeschlossen, Förderungen steigen um 5,5 % und zahlreiche neue Einrichtungen kommen hinzu.

 

Die Stadt Salzburg hat die ersten Förderungen im Kulturbereich für die Jahre 2027 bis 2029 auf den Weg gebracht. Zahlreiche Kultur- und Bildungseinrichtungen in der Stadt können damit für die nächsten drei Jahre planen. In der heutigen Sitzung des Kulturausschusses wurden u.a. die Förderungen der Szene Salzburg, dem Schauspielhaus, dem Marionettentheaters, dem SEAD, dem Rockhouse oder dem Jazzit beschlossen. Damit zeigt die Stadt Salzburg, dass auch in Zeiten angespannter Budgets konstruktive und verlässliche Kulturpolitik möglich ist. Der tatsächliche Beschluss erfolgt im nächsten Gemeinderat, die weiteren Einrichtungen werden im Oktober beschlossen.

 

„Die freie Szene ist zentraler Bestandteil des ganzjährigen kulturellen Lebens in Salzburg, die neuen mittelfristigen Förderverträge geben vielen Einrichtungen Planungssicherheit“, so Markus Grüner-Musil, Kultursprecher der Bürgerliste/Die Grünen.

„Die Erhöhung um 5,5 % in den nächsten drei Jahren ist ein guter Kompromiss, in zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen mit den Kultureinrichtungen und mit dem Dachverband der Salzburger Kulturstätten hat sich dieser Weg als positiv dargestellt.“

 

Die Bürgerliste/Die Grünen hat sich besonders für einige Einrichtungen, die bislang nur einjährige Förderungen erhalten haben, stark gemacht, diese kommen daher neu in die mittelfristige Förderung. „Dort, wo es langfristige Vereinbarungen gibt, kann die Teuerung besser bewältigt werden, das hat sich in den letzten Jahren gezeigt. Daher war es unser Anliegen, einige wichtige Einrichtungen neu dazu zu nehmen: Das kleine Theater, das Theater ECCE, das MARK und die Initiative Architektur sind nun alle bis 2029 abgesichert. Wichtig wird nun allerdings sein, was das Land Salzburg und Landesrat Stefan Schnöll kulturpolitisch leisten können. Die Stadt hat gezeigt, wie es geht“, meint Grüner-Musil.

 

Fair-Pay-Zahlungen werden fortgeführt und in Jahresförderung integriert.

Salzburg geht anderen Weg als Wien.

 

Neu ist ebenfalls, auf Initiative der Bürgerliste/Die Grünen, dass die Zahlungen für faire Gehälter und Honorare im Kulturbereich (Fair Pay 1 und Fair Pay 2) nicht mehr gesondert angesucht und abgerechnet werden müssen. Die Fair-Pay-Beträge sind nun in der regulären Jahresförderung mit enthalten. Die Antragstellung und die Abrechnung von Fair Pay waren mit großem administrativem Aufwand verbunden. Mit der Zusammenführung von Jahresförderung und Fair Pay vereinfacht dies den Förderprozess sowohl für die Kulturszene als auch für die Verwaltung.

Die Zusammenarbeit mit der Kulturverwaltung und mit dem Kulturressort bei der Erarbeitung der neuen Vereinbarungen wurde konstruktiv, gewissenhaft und von Seiten der Bürgerliste/Die Grünen auch beharrlich geführt. So wurde auch an Vereinfachungen gearbeitet. Beispielsweise wird ab kommendem Jahr die Förderung für das Take The A-Train Festival in die Jahresförderung des Jazzits integriert. Dieser Schritt ist sinnvoll, da das Jazzit de facto die Abwicklung und Programmierung des gesamten Festivals durchführt.

 

Aus Perspektive der Bürgerliste/Die Grünen hat die freie Kulturarbeit den gleichen Stellenwert für

die Kulturstadt Salzburg wie jene Einrichtungen, bei denen die Stadt auch Miteigentümerin ist und die einen deutlich höheren Förderbedarf haben.

Eine demokratische und vielfältige Stadtgesellschaft braucht eine eigenständige, unabhängige Kulturszene. In Salzburg haben Kunst und Kultur einen besonders herausragenden Stellenwert, daher ist ein partnerschaftlicher Umgang mit der freien Szene für die Bürgerliste/Die Grünen selbstverständlich.

 

„Salzburg geht bewusst einen anderen Weg als Wien. Während dort die mittelfristigen Förderungen vorerst eingestellt wurden und nur mehr einjährige Verträge für die freie Szene angeboten werden, hat Salzburg den Stellenwert dieser freien Kulturarbeit erkannt.

SPÖ und NEOS haben in Wien die freie Szene deutlich abgewertet und den Budgetrahmen gekürzt. Ob dort nun wenigstens eine zweijährige Förderung möglich sein wird, ist bis heute nicht klar. Verlässliche Kulturpolitik für die freie Szene sieht anders aus. Wir in Salzburg haben gezeigt, dass gerade in Zeiten knapper Budgets der politische Wille gefragt ist“, meint Grüner-Musil abschließend.

Markus Grüner-Musil
Markus Grüner-Musil

Gemeinderat, Kultursprecher, stellvertretender Klubobmann

Telefon: 0662/8072-2015

[email protected]
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