Silvestershuttle auf den Gaisberg gegen das Verkehrschaos
GR Lukas Bernitz: Nach einer neuerlichen Blechlawine am vergangenen Wochenende muss der Gaisbergkoordinator endlich ins Tun kommen. Dieser ziert sich aber bei Maßnahmen, die er selbst angekündigt hat. Für die Silvesternacht fordert die Bürgerliste einen Shuttledienst mit PKW-Sperre am Gaisberg.
Nach dem Verkehrschaos am Gaisberg lässt sich mittlerweile fast schon die Uhr stellen – so vorhersehbar ist es geworden. Am vergangenen Wochenende kam es – begünstigt durch die stabile Hochdrucklage – erneut zu einem massiven Verkehrsaufkommen, mit einer Vielzahl illegal abgestellter PKWs und zum Teil chaotischen Zuständen, wovon zahlreiche Bilder in den sozialen Medien zeugen. Die aktuell anhaltende Großwetterlage mit Nebel im Tal und Sonne am Berg lockt traditionell viele Menschen auf Salzburgs Hausberg. Viele kommen zu Fuß, mit dem Rad oder nutzen den Gaisbergbus.
Bürgerlisten-Verkehrssprecher Lukas Bernitz zeigt sich zunehmend verärgert: „Die Situationen sind längst vorhersehbar. Wenn Nebel im Tal und Sonne am Berg angesagt sind, weiß jede:r, was passiert – ohne dass daraus Konsequenzen gezogen werden. Genau dafür braucht es klare Regelungen, die frühzeitig greifen. Ein solcher Automatismus fehlt aber bis heute“, so Bernitz. Für den Gemeinderat ist auch klar, dass ein gutes Öffi-Angebot allein nicht reicht. Für eine Verkehrsberuhigung braucht es einschränkende Maßnahmen für den motorisierten Individualverkehr. „Wir haben am Gaisberg mittlerweile ein sehr gutes Busangebot. Das ist wirklich fast jedem zumutbar. Das Verkehrschaos findet aber trotzdem statt. Es braucht jetzt weitere Schritte“, so Bernitz.
Der Bürgerlisten-Verkehrssprecher sieht die Verantwortung klar bei Gaisbergkoordinator Florian Kreibich: „Unsere Geduld ist langsam am Ende. Die rechtlichen Möglichkeiten liegen längst am Tisch, doch das Nicht-Handeln des Gaisbergkoordinators geht immer noch so weiter.“ Bernitz spielt damit auf eine Verordnungsermächtigung gemäß § 44a StVO an, die eine Sperre bei einer drohenden Verkehrsüberlastung rechtfertigen würde. „Kreibich selbst hat diese Maßnahme angekündigt, wenn eine Überlastung droht. Vor der Anwendung scheint er aber zurückzuschrecken. Es ist höchste Zeit, dass er davon Gebrauch macht.“
Mit Blick auf die kommenden Wochen fordert Bernitz zudem rasch Klarheit für Silvester: „Da ist die nächste Blechlawine praktisch vorprogrammiert. Wir brauchen hier einen klaren Plan – mit Sonderfahrplan, Silvestershuttle und einer konsequenten Sperre für den Individualverkehr.“
Um diese und weitere Fragen zu klären, hat Bernitz eine entsprechende Anfrage an Gaisbergkoordinator Florian Kreibich eingebracht: „Ich hoffe, dass hier rechtzeitig vorgesorgt wird. Wir werden zu Silvester jedenfalls genau hinschauen. Der Gaisberg ist schließlich ein Naherholungsgebiet für alle und kein Parkplatz für wenige“, so Bernitz abschließend.