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07.07.2026 Soziales

Obdachlosigkeit: Frauen bleiben oft unsichtbar

Dzana Schütter

Die Zahl von mehr als 900 obdach- oder wohnungslosen Menschen in der Stadt Salzburg zeigt, wie groß die Herausforderung ist. Gleichzeitig bildet sie nur einen Teil der Realität ab. Viele Frauen leben in verdeckter Wohnungslosigkeit. Sie kommen vorübergehend bei Bekannten unter, bleiben aus finanzieller Not in Gewaltbeziehungen oder wohnen unter unsicheren Bedingungen.

 

„Frauen sind von Wohnungslosigkeit oft anders betroffen als Männer. Sie schlafen seltener auf der Straße und bleiben deshalb häufig unsichtbar. Auch diese Realität müssen wir endlich stärker in den Blick nehmen“, sagt Gemeinderätin Džana Schütter, Sozialsprecherin der Bürgerliste/Die Grünen.

 

Frauenarmut, niedrigere Einkommen, Teilzeitbeschäftigung und die hohen Wohnkosten erhöhen das Risiko, die eigene Wohnung zu verlieren. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, ältere Frauen mit niedrigen Pensionen sowie Frauen, die von Gewalt betroffen sind.

 

„Wer aus Angst vor Wohnungslosigkeit in einer Gewaltbeziehung bleibt oder trotz Arbeit keine leistbare Wohnung findet, zeigt, dass wir mehr leistbaren Wohnraum und bessere Prävention brauchen.“

 

Für die Bürgerliste/Die Grünen zeigen diese aktuellen Zahlen einmal mehr, wie wichtig die  Schaffung von mehr leistbarem Wohnraum in unserer Stadt ist. Außerdem fordern wir den Ausbau von Übergangswohnungen, gezielte Unterstützung für Frauen in prekären Lebenslagen sowie wirksame Maßnahmen gegen Frauenarmut.

 

„Wohnungslosigkeit beginnt nicht erst auf der Straße. Sie beginnt oft dort, wo Frauen aus finanzieller Not in Gewaltbeziehungen bleiben oder von Sofa zu Sofa ziehen müssen. Diese Realität dürfen wir nicht länger übersehen“, so Bürgerlisten-Sozialsprecherin Džana Schütter abschließend.

Dzana Schütter
Džana Schütter

Gemeinderätin, Sozialsprecherin

Telefon: 0662/8072-2015

[email protected]
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