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21.07.2022 Verkehr

Obus in der Stadt: Das Stief­kind der Salz­burg AG

Ingeborg Haller

KO Ingeborg Haller: „Seit Jahren wird der städtische Obus von der Salzburg AG ausgedünnt und zu Tode gespart. Anstatt Geld in sündteure Ausgliederungspläne zu stecken, hätte die Geschäftsführung gerade beim Personal rechtzeitig Vorsorge treffen müssen!“

Nach Einführung des Sommerfahrplans kommt nun die nächste Hiobsbotschaft:  Die Salzburg AG dünnt ihre Linien und die Takte weiter aus und begründet diesen Schritt mit der angespannten Personalsituation und coronabedingten Krankenständen. Kritik kommt vom Betriebsrat: Dieser ist der Meinung, dass es die Salzburg AG seit Jahren verabsäumt hat, Personal aufzustocken.

 

Tatsächlich ist es so, dass der Salzburger Obus seit Jahren von einer Krise in die nächste schlittert und von der Geschäftsführung offenbar zu wenig unternommen wird, um den Bus für die Stadt Salzburg attraktiv zu machen. Haller erinnert in diesem Zusammenhang an die Krise im Jahr 2018 und den vom Landesrechnungshof erstellten Prüfbericht aus 2019, welcher der Salzburg AG insgesamt in Sachen Obus kein gutes Zeugnis ausgestellt hat. Im Jahr 2018 wurde – neben der Kritik am Personalmanagement – die Obus Misere deshalb virulent, weil funktionierende Busse fehlten und die Linien mit uralten Fahrzeugen bedient werden mussten. Man stellt sich schon die berechtigte Frage, was seither passiert ist. Was wurde unternommen, um den Ruf des Obusses zu verbessern und das Fahren mit Öffis in der Stadt attraktiv und leistbar zu gestalten?

 

„Gerade in Zeiten der Teuerung und der steigenden Spritpreise brauchen wir in der Stadt ein funktionierendes Obus System – doch genau das Gegenteil ist der Fall! Die Salzburg AG betreibt ins Sachen Obus seit Jahren Kindesweglegung“, zeigt sich Ingeborg Haller, KO der Bürgerliste / die GRÜNEN verärgert.

Aber auch die Neuorganisation des öffentlichen Verkehrs in der Stadt Salzburg lässt sei Jahren auf sich warten. „Außer Ankündigungen, dass der Öffentlicher Verkehr aus der Salzburg AG ausgegliedert und damit effizienter werden soll, gibt es seit Jahren von der für den Verkehr zuständigen Vizebürgermeisterin Unterkofler von der ÖVP, keine konkreten Vorschläge“, stellt Haller abschließend fest.

Ingeborg Haller
Ingeborg Haller

Klubobfrau

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