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16.01.2024 Kultur

Pro­ben­haus für die freie Szene kommt spät, aber doch

Markus Grüner-Musil

Ein Produktionshaus für die freie Szene in Salzburg hat 10 Jahre lang gefehlt, besonders für die freie Theater- und Tanzszene. Nun sind mit dem Probenhaus in Gnigl Probenräume geschaffen worden, eine Forderung der Bürgerliste wird damit wenigstens teilweise Realität.

 

“Raum für Produktion ist ebenso wichtig wie Orte für Aufführungen. Die freie Szene kann nur dann lebendig und wertvoll für Salzburg sein, wenn ihr dieser Raum auch gegeben wird”, sagt Markus Grüner-Musil, Kultursprecher der Bürgerliste. „Die Schieflage zu Ungunsten der freien Szene ist eine Defizit in der Kulturpolitik. Mit diesem Probehaus macht die Stadt einen kleinen Schritt in die richtige Richtung.”

 

Als Bürgerliste haben wir besonders darauf geachtet, dass die Bedürfnisse der Nutzer:innen in der Umsetzung wirklich berücksichtigt wurden, der Beteiligungsprozess mit der freien Szene hat sich positiv auf die Planungen ausgewirkt. Die zusätzliche Bereitstellung von Flächen für Werkstätten wurde in Zusatzanträgen im Gemeinderat gefordert. Diese wurden jetzt neu zu den eigentlichen Proberäumen von der Stadt angemietet.

 

Eigentlich hätte die freie Szene schon seit 2021 in neuen Probenräumen in Salzburg Lehen arbeiten sollen – hätte die ÖVP den Kauf und die Adaptierung der historischen Rauchmühle nicht unvermittelt abgesagt. „Das Kreativzentrum Rauchmühle hätte Kreativwirtschaft und freie Kulturszene unter ein Dach gebracht und wäre für den Nord-Westen der Stadt ein vitales Stadtteilzentrum gewesen. Das neue Probehaus in Gnigl erfüllt diese Anforderungen nicht.”

Noch-Bürgermeister Harald Preuner hat 2019 die einmalige Chance für ein kreatives Stadtteilzentrum in Lehen, entgegen der Übereinkunft im Parteienabkommen, zu Nichte gemacht.

 

„Salzburg investiert in den nächsten Jahren zu Recht viel Geld in Neubauten und in die Sanierung von kulturellen Einrichtungen. Wir, die Bürgerliste/die GRÜNEN, werden dafür arbeiten, dass wirklich in alle Bereiche des kulturellen Lebens sinnvoll investiert wird, besonders in die freie Kulturarbeit”, erklärt Gemeinderat Grüner-Musil abschließend.

 

 

Markus Grüner-Musil
Markus Grüner-Musil

Gemeinderat, Kultursprecher

Telefon: 0662/8072-2015

[email protected]
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