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29.09.2026 Kultur

Residenzplatzkonzerte: Bürgerliste fordert mehr Qualität

Markus Grüner-Musil

Wer entscheidet, was am Residenzplatz gespielt wird? Aktuell entscheidet alleine ein kommerzieller Veranstalter. Die Bürgerliste schlägt vor, dies zu ändern.

 

Das angekündigte Konzert von Seiler und Speer zeigt, wie Entscheidungen zum Programm am Residenzplatz getroffen werden: Die veranstaltende Agentur entscheidet im Alleingang. Im dritten Jahr der neuen Residenzplatzkonzerte fordern Die Bürgerliste/DIE GRÜNEN nun mehr Qualitätssicherung bei der Programmierung.

 

„Ein Konzert auf dem Residenzplatz zu spielen ist etwas Besonderes: Der Rahmen hat eine besondere historische Qualität und Atmosphäre, die Auswahl muss daher mit besonderer Sorgfalt und Verantwortung erfolgen”, meint Gemeinderat Markus Grüner-Musil, Kultursprecher der Bürgerliste und langjähriger Konzertveranstalter in Salzburg. „Ich freue mich, dass die Stadt an die Tradition der Residenzplatzkonzerte der 1980er anknüpfen möchte, aber ich wünsche mir dringend mehr Sorgfalt in der Programmierung, um dieser Tradition wirklich nachzufolgen. Im dritten Jahr mit der aktuellen Agentur zeigt sich, dass es mehr Qualität braucht.”

 

Grüner-Musil schlägt vor, mit der Musik in der Altstadt ähnlich zu verfahren wie mit der bildenden Kunst. Dafür hat die Stadt seit vielen Jahren einen unabhängigen Beirat aus Expert:innen eingesetzt, der die Projekte prüft und Empfehlungen ausspricht. Dieser Beirat kann sehr schnell und unbürokratisch arbeiten und bleibt unabhängig von politischen Vorlieben. Es geht nicht um Zensur oder die Einschränkung der künstlerischen Freiheit, es geht um Qualität. Es geht und einen sensiblen Umgang mit dem öffentlichen Raum, dem Weltkulturerbe. Wenn die bildende Kunst einen Beirat hat, warum sollte das nicht auch für die Musik gelten.

 

„Die Fälle von Gewalt und Machtmissbrauch in der Kultur haben gezeigt, dass es ein strukturelles Problem in der Branche gibt. Die Entscheidung für das Residenzplatzkonzert von Seiler und Speer konterkariert die Bemühungen von Awareness und Gewaltfreiheit in der Kulturszene. Popkultur hat große Vorbildwirkung, Idolen auf großen Bühnen wird zugejubelt. Es müssen daher umso mehr umsichtige Entscheidungen getroffen werden, wem auf dem Residenzplatz zugejubelt wird”, so Grüner-Musil anschließend.

Markus Grüner-Musil
Markus Grüner-Musil

Gemeinderat, Kultursprecher, stellvertretender Klubobmann

Telefon: 0662/8072-2015

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