Jobrad für rund 3.000 Mitarbeiter:innen der Stadt Salzburg
Stadträtin Anna Schiester: „Was in vielen Betrieben längst möglich ist, soll in Zukunft endlich auch für die Mitarbeiter:innen der Stadt Salzburg gelten.“
Mit dem heutigen Beschluss im Stadtsenat bringt die Stadt Salzburg ein Jobrad-Modell für ihre rund 3.000 Mitarbeiter:innen auf den Weg. Künftig sollen Bedienstete ein Fahrrad oder E-Bike über mehrere Jahre leasen, beruflich und privat nutzen und die monatliche Rate direkt über das Gehalt bezahlen können. Durch steuerliche Begünstigungen kann das Rad deutlich günstiger sein als bei einem normalen Kauf. In vielen privaten Betrieben gibt es solche Modelle bereits. Bei der Stadt war das bislang nicht möglich, weil für Bedienstete im öffentlichen Dienst eine eigene gesetzliche Grundlage notwendig ist. Diese Regelung fehlt im Salzburger Magistrats-Bedienstetengesetz bisher.
„Wir haben uns lange dafür eingesetzt. Es war schwer zu erklären, warum ein Jobrad in vielen Unternehmen selbstverständlich ist, aber für die Mitarbeiter:innen der Stadt nicht möglich sein soll. Jetzt ist die Umsetzung vorbereitet. Wenn das Land die notwendige Gesetzesnovelle beschließt, können wir mit 1. Jänner 2027 starten“, sagt Verkehrsstadträtin Anna Schiester.
Das Jobrad ist eine konkrete Maßnahme aus dem Klimafahrplan der Stadt und Teil der Pionierstadt Klimaschutz. Es soll den Umstieg auf das Fahrrad erleichtern und mehr Beschäftigten ermöglichen, ihre täglichen Wege ohne Auto zurückzulegen. „Verkehrswende und Klimaschutz gelingen dann, wenn es gute und leistbare Alternativen gibt. Jeder Arbeitsweg, der mit dem Rad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, bedeutet weniger Verkehr, weniger Emissionen und mehr Bewegung. Davon profitieren nicht nur unsere Mitarbeiter:innen, sondern die ganze Stadt“, so Schiester.
Für die Stadt entstehen durch das Leasingmodell keine direkten Kosten. Die Finanzierung erfolgt durch die Mitarbeiter:innen über eine Gehaltsumwandlung. Nach Ende der Laufzeit kann das Rad übernommen oder zurückgegeben werden.