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29.09.2026 Demokratie und Kontrolle

INSEL Haus der Jugend: Bürgerliste fordert volle Aufklärung

Ingeborg Haller

KO Ingeborg Haller: „Wie geht es jetzt mit der Insel weiter? Zwischenzeitlich liegt ein Amtsbericht vor, in dem empfohlen wird, den Förderansuchen des Vereins nicht zu entsprechen. Wir fordern volle Aufklärung und Transparenz.

 

Am kommenden Donnerstag soll im Sozialausschuss ein Amtsbericht zur Beurteilung der Förderansuchens des Vereins Guter Nachbar erörtert und beschlossen werden. Zusammengefasst empfiehlt die zuständige Abteilung, weder die noch offene Jahresförderung für 2026 noch die zusätzlichen Förderansuchen für das Jahr 2026 und 2027 zu genehmigen. Insgesamt geht es dabei um Fördergelder, die alleine die Stadt betreffen, in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro. „Im Amtsbericht ist von fehlenden bzw. zu spät eingereichten Unterlagen, insbesondere dem Jahresabschluss 2025 und von Insichgeschäften des ehemaligen Vorstandes die Rede. Auch prüft der Stadtrechnungshof derzeit die Gebarung des Vereins beginnend mit dem Jahr 2018 bis laufend“, erklärt Ingeborg Haller den vorgelegten Amtsbericht. „Solange derart wesentliche Fragen nicht geklärt sind, können keine weiteren Subventionen in dieser enormen Höhe ausbezahlt werden“, versteht die Klubobfrau der Bürgerliste die Intention des Fachamtes. Dieses hat erhebliche Zweifel daran, dass der Verein über die organisatorischen und administrativen Fähigkeiten verfügt, um die beantragten Förderprojekte überhaupt abwickeln zu können. Solange die brandschutztechnische, bauliche und finanzielle Absicherung des laufenden Betriebes nicht gesichert ist, erscheint nach Ansicht der Fachabteilung eine gleichzeitige Erweiterung des Leistungsangebotes für nicht gesichert.

„Der angekündigte Neustart mit neuer Geschäftsführung und neuem Vorstand ist offenbar nicht wirklich geglückt“, so der Eindruck von Haller. „Wir als Bürgerliste stehen zur Insel, die ein Synonym für Freizeit- und Ferienbetreuung für Kinder ist. Dennoch fordern wir ebenfalls volle Aufklärung und Transparenz, bevor weitere Geldmittel in den Verein fließen. Bisher ist es dem Verein, bzw. der neuen Führung leider nicht gelungen, das bei Politik und Verwaltung verlorengegangen Vertrauen wieder zurück zu gewinnen“, so Haller abschließend.