Weltkindertag: Ultimatum stellen geht gar nicht!
KO Ingeborg Haller: „Die Insel ist ein Synonym für Kinder- und Freizeitbetreuung in Salzburg. Wenn der Verein nunmehr ein Ultimatum an die Stadt stellt, frage ich aber mich schon, für wen man eigentlich arbeitet: Für die Kinder oder gibt es da noch andere Interessen?“
Niemand hat etwas davon, wenn die Geschäftsführerin des Vereins aus Protest die für morgen, Freitag, 25. September, geplanten Feierlichkeiten zum Weltkindertag am Standort der Insel absagt. Bei einer solchen Vorgangsweise bleiben jedenfalls die Kinder auf der Strecke. Auch wenn die Geschäftsführerin der Insel beteuert, auch weiterhin für eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Land zur Verfügung zu stehen, zeugt die aktuelle Absage nun aber vom genauen Gegenteil.
Die Auszahlung der von der Insel beantragten Fördermittel für eine Nachmittagsbetreuung verzögert sich, weil bei der Überprüfung des Rechnungsabschlusses 2026 durch die zuständige Abteilung offenbar Ungereimtheiten festgestellt wurden, die eine Einschaltung des Stadtrechnungshofes erforderlich gemacht haben. „Uns ist wichtig, dass Förderansuchen umfassend geprüft werden und gleichzeitig die Nachmittagsbetreuung der Kinder in der Stadt Salzburg gesichert ist – mit oder ohne Insel“, erklärt Ingeborg Haller. „Fakt aber ist, dass man sich eine Nachmittagsbetreuung um 800 bis 1.000 Euro im Monat nur als Bestverdiener leisten kann. Kinderbetreuung für Superreiche ist jedenfalls keine Aufgabe der Stadt“, so die Bürgerlisten-Klubobfrau abschließend.