Autofreier Gaisberg: Bürgerliste fordert Lösungen
GR Lukas Bernitz: Selbst am autofreien Tag konnten zuletzt PKW auf den Gaisberg auffahren. Statt an Lösungen zu arbeiten, liefert Gaisbergkoordinator Florian Kreibich fadenscheinige Ausreden, wie eine aktuelle Anfragebeantwortung zeigt. Es stellt sich die Frage, ob Kreibich noch der Richtige für den Job ist.
Nachdem der autofreie Tag am Gaisberg am 22. März erneut nur lückenhaft durchgeführt wurde, übt Bürgerlisten-Verkehrssprecher GR Lukas Bernitz jetzt scharfe Kritik an Vizebürgermeister und Gaisbergkoordinator Florian Kreibich: „Ein autofreier Tag, bei dem man mit dem nötigen Insiderwissen trotzdem mit dem Auto auffahren kann, ist eine Farce. Für all jene, die autofrei hinaufkommen und einen wirklich autofreien Gaisberg erwarten, ist die halbherzige Vorgangsweise schlicht enttäuschend“, so Bernitz.
Auslöser für die Kritik ist die Beantwortung einer von Bernitz eingebrachten Anfrage an Gaisbergkoordinator Florian Kreibich. Dieser hatte zuvor medial den angeblich hohen Aufwand und fehlende Zuständigkeit als Gründe dafür genannt, weshalb lediglich die Auffahrt von Guggenthal, nicht aber die von Elsbethen gesperrt wurde: „Die Anfragebeantwortung spricht eine klare Sprache: Der organisatorische Aufwand ist überschaubar. Die direkten Kosten für die Stadt liegen bei 735 Euro, eine zusätzliche Sperre bei Vorderfager würde 370 Euro kosten. An solchen Beträgen kann und darf eine ernst gemeinte Verkehrsberuhigung nicht scheitern“, stellt Bernitz klar.
Auch das Argument, wonach die Gemeinde Elsbethen für eine Sperre der Auffahrt über Vorderfager zuständig sei, lässt Bernitz nicht gelten: „Es kann nicht zu viel verlangt sein, dass ein vom Gaisbergkoordinator ausgerufener autofreier Tag lückenlos von diesem organisiert wird. Genau dafür gibt es diese Funktion. Wenn Abstimmungen mit dem Land oder Nachbargemeinden notwendig sind, dann ist es seine Aufgabe, diese auch durchzuführen“, so Bernitz.
Für den grünen Verkehrssprecher wird immer klarer, dass es letztlich am Willen einer Person scheitert, den Gaisberg wirkungsvoll vom Autoverkehr zu entlasten. „Wer sich scheut, die mehrheitlich angestrebte Verkehrsberuhigung umzusetzen, ist vielleicht einfach der Falsche für diesen Job“, wird Bernitz deutlich und spielt damit auf die im Arbeitsübereinkommen der Stadtregierung festgeschriebene Verkehrsberuhigung des Gaisbergs mit einer Sperre ab der Zistelalm an.
Für Bernitz ist man unter Gaisbergkoordinator Kreibich weiterhin weit weg von einer nachhaltigen Verkehrslösung. Für ihn zeigt sich ein klares Muster: „Statt den erfolgreichen Ansatz eines autofreien Gaisbergs auszubauen, werden Ausreden gesucht, warum nicht mehr geht. Die bisherigen Schritte sind zu zaghaft. Es reicht nicht, sich auf einzelne Maßnahmen zu berufen, wenn gleichzeitig wesentliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung abgeblockt werden. Genau das passiert derzeit. Vier autofreie Tage im Jahr sind jedenfalls zu wenig.“
Der Bürgerlisten-Verkehrssprecher fordert eine klare Perspektive und eine deutliche Ausweitung von Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Er warnt Kreibich davor, den autofreien Tag als Feigenblatt zu nutzen. „Was es jetzt braucht, sind konsequente und glaubhafte Schritte in Richtung einer deutlichen Verkehrsberuhigung. Alles andere ist politisches Zaudern“, so Bernitz abschließend.