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    Barrierefreiheit
14.08.2026 Verkehr

Autofreier Gaisberg: Vier Tage im Jahr sind zu wenig

Lukas Bernitz

GR Lukas Bernitz: Das Chaos vom vergangenen Mittwoch zeigt, dass ein paar Stunden Autofreiheit keine Lösung für eine Verkehrsberuhigung am Gaisberg sind. Da der nächste autofreie Tag diesen Sonntag ausgerechnet mit einem Radrennen zusammenfällt, braucht es dringend zusätzliche Termine im Herbst.

 

Das Verkehrschaos am Gaisberg am vergangenen Mittwoch – ausgelöst durch die partielle Sonnenfinsternis – kam mit Anlauf. Die sommerlichen Temperaturen und die Ferienzeit lockten bereits vor der kurzfristigen Sperre der Gaisbergstraße hunderte Menschen auf Salzburgs Hausberg. Viele davon verstellten frühzeitig Straßen und Wiesen mit ihren Autos. Leidtragender war einmal mehr der öffentliche Verkehr: Der Gaisbergbus konnte aufgrund der Verkehrsüberlastung zeitweise nicht mehr bis zur Gaisbergspitze fahren. Ein Zustand, den Bürgerlisten-Verkehrssprecher Lukas Bernitz scharf kritisiert.

 

„Es kann nicht sein, dass ausgerechnet der öffentliche Verkehr wegen zu vieler Autos ausgebremst wird. Wer mit dem Bus fährt, soll verlässlich ankommen können. Wenn der Bus im Stau steckt oder gar nicht mehr fahren kann, läuft etwas grundlegend falsch“, so Bernitz.

 

Bernitz selbst verfolgte das Himmelsspektakel am Mönchsberg und wurde durch Anrufe auf das Chaos am Gaisberg aufmerksam gemacht. Für den Gemeinderat zeigt sich einmal mehr, dass die bisherigen Maßnahmen von Gaisberg-Koordinator Florian Kreibich zu kurz greifen. „Das Chaos hätte es gar nicht erst gegeben, wenn der Gaisberg wie von uns gefordert bereits gänzlich autofrei wäre. Ein paar Stunden Autofreiheit schaffen keine Abhilfe, wenn die Autos schon vorher auf den Berg fahren. Wer das Problem lösen will, muss an die Ursache heran und nicht an den Symptomen herumdoktern.“

 

Mit Blick auf den kommenden autofreien Gaisberg am 16. August übt Bernitz auch Kritik an der derzeitigen Ausgestaltung der Aktionstage. „Vier autofreie Tage im Jahr sind ohnehin nicht viel. Der eigentliche Treppenwitz an der Sache ist aber, dass der nächste autofreie Gaisberg ausgerechnet mit dem Gaisberg Vertical zusammenfällt. Für das Radrennen wäre die Straße ohnehin gesperrt worden. Der zusätzliche Nutzen für die Verkehrsberuhigung hält sich daher in Grenzen.“

 

Auch deshalb fordert Bernitz für die Herbstmonate weitere autofreie Tage. „Jeder weiß, wie viele Menschen es an schönen Herbsttagen auf den Gaisberg zieht. Genau in dieser Zeit braucht es mehr autofreie Tage und nicht nur einen.“ Derzeit sei mit dem 26. Oktober lediglich ein einziger autofreier Tag im Herbst vorgesehen.

 

„Grundsätzlich ist jeder autofreie Tag am Gaisberg eine Wohltat für Mensch und Natur. Vier Tage im Jahr sind aber definitiv zu wenig und reichen bei Weitem nicht aus, um die Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen. Mittelfristig führt kein Weg an einer ganzjährigen Verkehrsberuhigung vorbei, bei der man nur noch mit dem Bus auf die Spitze kommt. Solange der Bus wegen zu vieler Autos nicht fahren kann, ist das Problem offensichtlich nicht gelöst“, so Bernitz abschließend.